„Winterzauber“ in der Sporthalle

TGBler stellen inklusives Bewegungsangebot auf die Beine

„Das war cool Mann. Ciao ihr Lieben, bis demnächst.“ Die Begeisterung der fünf Gäste in der Sporthalle des Theresia-Gerhardinger-Berufskollegs (TGB) zeigte: Die intensive Planung der Studierenden für ihr inklusives Bewegungsangebot hat sich gelohnt. Die angehenden Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen aus dem Vertiefungskurs „Bewegung“ hatten Klient*innen der Wohngruppe St. Johanna aus Rimbeck (Caritas Wohn- und Werkstätten Paderborn) zum „Winterzauber“ eingeladen. Bei vier „wintersportlichen“ Aktionen hatten Studierende und Menschen mit Behinderung gemeinsam viel Spaß.

Junge Menschen bereiten sich in einer Turnhalle auf eine sportliche Aktion vor. Die TGB-Gruppe aus dem Vertiefungskurs „Bewegung“ und die St.-Johanna-Bewohner*innen haben beim „Winterzauber“ viel Spaß bei der gemeinsamen Bewegung gehabt. Foto: Jana Sudhoff

Nach dem „Schneegestöber“ – angelehnt an das Aufwärmspiel „Feuer, Sturm und Eis“ – kam man beim Biathlon, einer Winterwanderung und am Schwungtuch in Bewegung. Spannend war für die Planer*innen unter anderem zu erleben, wie viel Freude man mit den einfachsten Alltagsmaterialien machen kann. Das Abwerfen der Müslidosen mit Bällen oder Sandsäcken stand beim „Schneeballkegeln“ hoch im Kurs. Dem Respekt vor der Herausforderung, eine inklusive Bewegungsstunde anzuleiten, ist nach dem einstündigen „Winterzauber“ der Freude gewichen. Freude, wie gut das Konzept ankam.

Wie man inklusive Bewegungsangebote erfolgreich organisiert, haben die Studierenden mit ihrer Lehrerin Katja Rikus anhand des „6 + 1 Modell nach Tiemann“ erprobt. Sie haben gelernt, wie ausschlaggebend die Haltung der Übungsleitung bezüglich Inklusion ist. In den sechs Bereichen Materialien, Lernumfeld, Regeln, Aufgabenstellungen, Sozialformen und Kommunikation hatten sie in der Rolle der Übungsleitung die Möglichkeit an entsprechenden Stellschrauben zu drehen, um alle in Bewegung zu bringen: Wie kann ich die Menschen mitnehmen? Wie muss ich sie ansprechen? Welche Struktur brauchen sie? Welchen Rhythmus haben sie? Wie kann ich sie führen ohne direkten Körperkontakt? Ein besonderer Moment für die Studierenden, all das „in echt“ zu erleben.