Vielfältig und offen für alle
Kolping-Kita Brede als Familienzentrum rezertifiziert
Eine freudige Nachricht kam jetzt per Post: Die Kolping-Kindertageseinrichtung Brede hat ihre Rezertifizierungsurkunde erhalten. Seit 2009 ist die Brakeler Kita als Familienzentrum (FamZ) anerkannt – damals noch unter der Trägerschaft der Armen Schulschwestern. Seitdem haben sich die Bedürfnisse der Familien verändert. Dem trägt das Kita-Team auch mit seiner Weiterentwicklung Rechnung.
Die Kolping-Kindertageseinrichtung Brede in Brakel wurde als Familienzentrum rezertifiziert.
In diesem Zyklus hat die Kita Brede ihre beiden Schwerpunkte auf „heterogene Strukturen“ und „Tagespflege“ gesetzt. Als Ausbildungsstandort und mit seiner Tagespflegedichte ist Brakel ein „Hotspot“ in der Tagespflege. Regelmäßige Treffen zum Austausch der Tagesmütter und -väter finden auch in der Kita Brede statt – betreut von einer Kita-Mitarbeiterin, die sich in diesem Bereich fortgebildet hat. Die Kita steht auch selbst als Ausbildungsort für Tagespflegepersonen zur Verfügung. Der Benefit für die angehenden Tagespflegepersonen: Die Kita-Räumlichkeiten bieten berufsspezifische Anknüpfungspunkte: Die Wickeltische können zu Übungszwecken genutzt werden, Spielzeuge und Dekorationen bieten Inspirationen. Auch die Kita profitiert von der Netzwerkarbeit in der Tagespflege: Es entstehen erste Kontakte zu potenziellen Familien, während zugleich Kita-Familien mit Bedarf an Randzeitenbetreuung an Tagespflegepersonen vermittelt werden können. Die Öffnung der Familienzentrums-Angebote für Tagespflegepersonen verstärkt zudem die Reichweite und Sichtbarkeit der Angebote.
Zwei neue Rubriken im Programm
Auf einem breiten Angebotsspektrum für unterschiedliche Zielgruppen liegt der zweite Fokus der Kita. „Heterogene Strukturen sind typisch im ländlichen Bereich“, erklärt Barbara Rehermann, die die Kita im Tandem mit Diana Seck leitet. „Das Familienzentrumsprogramm ist daher so vielfältig ausgerichtet, dass wir eine breite Masse erreichen.“ Neu im Repertoire sind zwei Rubriken. Einmal im Monat legen die Erzieherinnen den Eltern ein Bilderbuch als Tipp des Monats ans Herz. Zum anderen hat die Kita eine Expertin für „musikalische Früherziehung“ gewonnen, die ihre Unterrichtsstunden in die Räumlichkeiten der Kita verlegt hat. Eine Win-win-Situation: Die musikaffine Kita kann in ihrem Bewegungsraum ein gutes Repertoire an Instrumenten zur Verfügung stellen und freut sich ihrerseits, ihren musikalischen Ansatz dank der neuen Fachexpertise ausweiten zu können.
„Die Familien in Brakel profitieren von unserem sehr großen Netzwerk“, unterstreicht Barbara Rehermann. Eine Vielfalt an Kooperationspartnern bringt ihre Fähigkeiten und Blickwinkel ein. „Die Eltern von heute haben andere Bedarfe als frühere Elterngenerationen“, erklärt die Kitaleiterin. Drückte früher der Schuh eher in pädagogischen Fragen, ist heute der Wunsch nach Beratungen im Allgemeinen größer geworden. Bei Bedarf kommen den Eltern auch die Netzwerkkontakte der Kita zugute.
„Als Familienzentrum sind wir vielfältig und offen für alle Menschen und alle Generationen“, sagt Barbara Rehermann, die sich freut, viele Kinder nach dem Kita-Abschied später zu diversen Angeboten im Familienzentrum wiederzusehen. Und manchmal auch als Praktikant*innen.