Pädagogik-Begleithunde-Team-Ausbildung

Was macht ein Hund in der Schule? Der Lernort profitiert – das zeigen zahlreiche Studien – von den Co-Pädagogen auf vier Pfoten. Pädagogik-Begleithunde werden daher immer beliebter. Aber nicht jeder Hund hat automatisch etwas in der Schule zu suchen, sagen die Kursleiterinnen der „Pädagogik-Begleithunde-Ausbildung“ auf dem Kolping Gutshof Großeneder. Damit sich die Vierbeiner in den Kindergärten und Klassenräumen wohlfühlen, für den Alltag dort gewappnet sind und sich auch in unvorhersehbaren Situationen lenken lassen, bedarf es einer guten Basis an Qualifikation. Diese bekommen die Mensch-Hund-Teams bei „PädaDOGik“ vermittelt.

Jugendliche begeben sich für neue Gutshofbewohner auf eine Lernreise

Die Start-off-Jugendlichen haben zusammen mit Projektleiter Michael Dorau das „Hühnerprojekt“  verwirklicht. Der Kolping-Gutshof in Großeneder hat erneut tierischen Zuwachs bekommen. Mitte Juni bezogen drei Hühner und ein Hahn ihr Domizil im westlichen Teil des alten Schweinestalls. Profitieren wird der Hof nicht nur von der Legefreudigkeit der neuen Gutshofbewohner und der Interaktion mit ihnen, sondern den eigentlichen Benefit haben die Jugendlichen, die zusammen mit ihrem Projektleiter Michael Dorau das „Hühnerprojekt“ verwirklichten. Ihre Lernreise führte die Teilnehmenden der „Start-off“-Maßnahme durch den gesamten Fächerkanon, von Mathematik bis Religion – und das projekt- und handlungsorientiert.

„Eingeschlagen wie eine Bombe“

Der Funke ist übergesprungen. Das, was sich das Kolping-Gutshof-Team von der Start-off-Maßnahme in Großeneder erhofft hat, wurde noch übertroffen. Gestartet war man zum Schuljahresanfang 2022/2023 mit vier schulmüden Jugendlichen, inzwischen verbringen zwölf junge Menschen ihre Tage an dem außerschulischen Lernort mit tiergestützten und werkpädagogischen Schwerpunkten. „Es ist beeindruckend, was die Jugendlichen leisten: Nicht nur körperlich und wie sie sich einbringen, sondern auch, dass sie pünktlich erscheinen, teilweise länger bleiben, traurig sind, wenn Ferien sind“, zieht Carolin Amthor-Bröker, Start-off-Koordinatorin, eine erste Bilanz des Projektes, das nach den Sommerferien seine Fortsetzung findet und einen erfolgreichen Weg gefunden hat, Jugendlichen, die schon abgeschrieben waren, auf dem Hof neue Perspektiven zu eröffnen. „Es ist toll zu sehen, wie sie wachsen, reifer werden und aufblühen“, freut sich die Sozialpädagogin und Schulsozialarbeiterin über eine ganze Reihe an Erfolgserlebnissen.

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